Häufige Fragen..

Wie der ein oder andere vielleicht schon bemerkt hat, gibt es in der Navigation dieser Seite eine neue Rubrik: Die FAQ. Hin und wieder landet eine E-Mail in meinem Posteingang und ich bekomme eine Frage rund um das Brauen oder das Brauen mit der Brauanleitung gestellt. Diese Fragen habe ich nun nach einiger Zeit gesammelt und näher betrachtet. Dabei ist mir aufgefallen, dass es Fragen gibt, die immer wieder auftreten und dadurch eben auch eine gewisse Relevanz besitzen. Aus diesen Fragen habe ich eine Liste aufgebaut und die Fragen einmalig beantwortet. Für mich wird dies in Zukunft vielleicht eine Hilfe sein, da ich auf diese Seite verweisen kann. Vielleicht werden so aber auch Fragen im Vorfeld beantwortet und der ein oder andere Anfänger kommt schneller zu seiner Antwort. Ich sehe die Seite als „lebendes Dokument“ und werde sie nach und nach wachsen lassen.

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Hobbybrauer Wunschzettel 2016

Es geht mit grossen Schritten auf Weihnachten zu und auch in diesem Jahr soll es hier einen kleinen Wunschzettel für Hobbybrauer als Anregung geben. Der Wunschzettel richtet sich dabei insbesondere an diejenigen unter euch, die bereits ein paar Sude in der Einkocherklasse absolviert haben und nun über die Vergrösserung ihres Setups nachdenken.

1) Edelstahltopf
Ein grosser induktionsgeeigneter Edelstahltopf ist für das Brauen ausserhalb der Einkocherklasse ein prima Sache. Nehmt lieber eine Nummer grösser, denn so ist euer Setup nach oben flexibel und ihr könnt via High-Gravity ggf. auch einmal ordentlich Menge produzieren. Dh. ein 70 Liter Topf ergibt mehr Sinn, als 50 Liter. Lasst euch direkt einen Hahn dran machen und ich empfehle hier einen Anschweissnippel gegenüber allen Versuchen das Loch anderweitig abzudichten. Entsprechende Töpfe findet ihr in Hobbybrauer-Shops, bei eBay und im Gastronomiehandel.

2) Induktionsplatte
So ein grosser Topf muss natürlich auch beheizt werden. Gegenüber einem Gasbrenner lege ich euch lieber eine Induktionsplatte ans Herz. Dies liegt schlicht daran, dass man so auch gut Innen- und im Aussenbereich brauen kann. Ihr seid dann einfach flexibler. Für einen grossen Topf mit 50 oder 70 Liter sollte die Platte 3500 Watt haben. Ein beliebtes Model bei Hobbybrauern ist die Hendi. Solltet ihr doch eher zum Gasbrenner tendieren, dann sollte dieser min. 7kw haben.

3) Thermoport
Der Schengler Thermoport ist unter Hobbybrauern extrem beliebt. In der Regel wird er als Läutergefäss eingesetzt. Einige nutzen den Thermoport aber auch, um darin in Ruhe eine Kombirast zu machen. Da der Thermoport isoliert ist und seine Temperatur wirklich prima hält, ist dies eine entspannte Technik. Zum Läutern kann man im Thermoport ein Läuterblech einlegen oder die Läuterhexe einbauen. In Kombination mit einem 50 oder 70l Topf ist der 38l Thermoport bestens geeignet. Den Thermoport findet ihr in Hobbybrauer-Shops, bei eBay und im Gastronomiehandel.

4) Flaschenfüller
Wer mehr produziert, hat auch mehr Arbeit mit dem Abfüllen. Daher ergibt ein Flaschenfüller ab einer gewissen Menge wirklich Sinn. Einige Flaschenfüller ermöglichen das zeitgleiche Abfüllen mehrerer Flaschen und lassen sich in fast jedes Setup integrieren. Bei einigen Modellen gehen die Preise arg auseinander. Achtet in jedem Fall auf die Qualität und die Verarbeitung. Diesbezüglich helfen die Kommentare in einigen Shop weiter.

5) Literatur
Auch in diesem Jahr ist wieder einiges an neuen Titeln erschienen und natürlich gibt es weiterhin die tollen Standardwerke. Ein gutes Buch über das Brauen oder (Craft) Bier ist in jedem Fall immer ein prima Geschenk. Ich habe dieses Jahr „Mastering Homebrew“ von Randy Mosher studiert und bin noch immer begeistert. In jedem Fall ein gutes Tipp für unter den Baum.

Ich wünsche allen eine entspannte Adventszeit und bierige Weihnachten!

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Hobbybrauer Leergut und Flaschen reinigen

Bier selber zu brauen ist ein wundervolles Hobby. Jeder Brautag ist zwar ein gutes Stück Arbeit, aber es macht auch eine Menge Spass und am Ende hat man in der Regel ein Ergebnis, auf das man stolz sein kann. Eine Sache gehört zu diesem Hobby auch dazu, macht meist aber nur begrenzt Spass: Das Putzen! Um genau zu sein: Flaschen putzen!

Sauberes Leergut ist enorm wichtig und für ein gutes Selbstgebrautes eine notwendige Basis. Aber wie kommt man an Flaschen und wie macht man sie bzw. hält man Sie sauber?

Ich zeige euch auf, wie mein Prozess aussieht, mit dem ich seit Jahren gute Erfahrung gemacht habe.

Leergut sammeln und vorbereiten
Leere Flaschen, die sich für Selbstgebrautes eignen, kann man grundsätzlich neu in entsprechenden online Shops kaufen. Notwendig ist dies allerdings nicht. Leergut kann man einfach „selber produzieren“. Entscheidet euch für einen Flaschentyp und kauft die entsprechenden Menge im Getränkemarkt. Drei Merkmale sind dabei zu beachten:

  1. Verschlussart: Kronkorken oder Bügel
  2. Volumen: 0,3, 0,5 oder 1L
  3. Glasfarbe: braun, weiss oder grün

Eine Bierflasche sollte am besten braun sein, damit möglichst wenig Licht an die Flüssigkeit kommt. Was das Volumen angeht ist es im Grunde egal. Bedenkt aber bitte, dass kleine Falschen in der Regel mehr Arbeit machen und ihr – wenn ihr z.B. mal ein Bier verschenken wollt – mit 1L Flaschen direkt ordentlich Menge abgebt. Eine 0,5L Flasche ist daher oft die richtige Entscheidung. Für Anfänger sind Bügelflaschen geeignet und man sparrt sich am Anfang die Anschaffungskosten für einen Verkorker.

In einigen Getränkemärkten kann man Leergut kaufen. Ich würde immer dazu raten, befüllte Flaschen zu kaufen und sie selber zu leeren bzw. leer zu trinken. So stellt ihr sicher, dass ihr saubere Flaschen aus der Brauerei bekommt.

Flaschen reinigen und sauber halten
Hobbybrauer Flaschen reinigenIch bin kein Freund von Chemie und ich halte nichts von Reinigungsmitteln, um Flaschen zu putzen. Ich reinige meine Flaschen – seit Jahren – nur mit heissem Wasser und halte die Flaschen in einem sauberen Kreislauf. Dazu gehört ein wenig Disziplin, aber so sparrt man sich die Chemie. Mit heissem Wasser zu hantieren ist manchmal etwas anstrengend. Ich empfehle daher den Einsatz eines Edelstahltrichters (siehe Foto), der mir diesbezüglich immer verbrannte Finger erspart hat. Mein Prozess enthält insgesamt 5 einfache Schritte.

  1. Flaschen (mit Kaufbier oder Selbstgebrautem) werden nach jedem Ausschenken direkt mit warmem Wasser mehrmals gründlich ausgespült.
  2. Anschliessend kommen sie mit dem Kopf nach unten in einen leeren Bierkasten.
  3. Vor dem Abfüllen eines neuen Bieres werden die Flaschen zu etwa 1/4 mit heissem Wasser (>72° Grad) befüllt.
  4. Die Flaschen lasse ich so einige Minuten „ausdampfen“.
  5. Im Anschluss wird das heisse Wasser ausgegossen, das neue Bier abgefüllt und die Flaschen unmittelbar verschlossen.

Mit diesem Prozess halte ich meinen Bestand sauber und bisher gab es keinerlei Probleme.

Etiketten abziehen
Bleibt nur noch das Thema mit den Etiketten auf den Kaufbieren. Macht euch damit keinen Stress. Das beste Mittel gegen nervige Etiketten ist Geduld und (warmes) Wasser. Wie in den 5 Schritten beschrieben spült ihr die Flaschen nach dem Ausschenken aus (1). Damit das Etikett der Brauerei abgeht, legt ihr die Flasche einfach über Nacht in eine Schüssel mit Wasser. Am besten warmes Wasser. Am nächsten Tag sind die Etiketten runter. Spült die Flasche einmal warm aus und stellt sie dann wie unter (2) beschrieben mit dem Kopf nach unten in einen leeren Kasten. Mit euren eigenen Etiketten könnte ihr genauso verfahren.

Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, dann schreibt mir gerne einen Kommentar.

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